{"id":22,"date":"2013-07-07T10:00:00","date_gmt":"2013-07-07T10:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.altlastenmanagement.at\/?p=22"},"modified":"2016-11-28T08:23:00","modified_gmt":"2016-11-28T08:23:00","slug":"aufgaben-und-ziele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.altlastenmanagement.at\/home\/aufgaben-und-ziele\/","title":{"rendered":"Der Verein"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 14pt; line-height: 131%;\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 131%; font-family: Arial;\">Der Verein wurde auf Initiative f\u00fchrender Experten aus dem Bereich der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Verwaltung ins Leben gerufen. Vorrangiges Ziel des \u00d6VA ist es, integrative L\u00f6sungen zur Behandlung und Wiedernutzbarmachung kontaminierter Fl\u00e4chen, so genannter &#8222;Altlasten&#8220;, zu f\u00f6rdern und die auf diesem Gebiet t\u00e4tigen Fachleute zusammenzuf\u00fchren.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 131%;\">\n<p><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 131%; font-family: Arial;\"><strong>Entstehungsgeschichte<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 14pt; line-height: 131%;\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 131%; font-family: Arial;\">Die \u201eEntdeckung\u201c der Fischer Deponie Ende der 80er Jahre und die damit verbundene mediale Aufmerksamkeit haben das \u00f6ffentliche Bewusstsein an der Altlastenthematik in \u00d6sterreich nachhaltig gepr\u00e4gt. Unter der damalige Umweltministerin Marelies Flemming wurde daraufhin das so genannte &#8222;Altlastensanierungsgesetzes (ALSAG 1989)&#8220; in Kraft gesetzt, welches im wesentlichen die Problemerfassung (Gef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung) und die Finanzierung von Probleml\u00f6sungen (Sicherungs-\/Sanierungsma\u00dfnahmen) an kontaminierten Standorten in \u00d6sterreich einer bundesweit einheitlichen Regelung zuf\u00fchrt.<br \/>\nDie im Verlauf der letzten 20 Jahren gewonnenen Erfahrungen in der Altlastenbehandlung haben Art und Ausma\u00df der Problematik deutlicher gemacht, &#8211; nicht nur in \u00d6sterreich, sondern auch in vielen anderen westlichen Industriel\u00e4ndern. Das \u201eProblembewusstsein\u201c hat sich inzwischen ver\u00e4ndert! Stand anfangs die Furcht vor einigen unbekannten Mega-Altlasten mit vermutlich gravierenden Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt im Vordergrund, so wurde im Laufe der Jahre &#8211; angesichts der Vielzahl mehr oder weniger stark kontaminierten Standorte \u2013 auch die regionalstrukturelle Dimension der Altlastenproblematik und die damit einhergehenden volkswirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen deutlich:<br \/>\nbrachliegende Betriebsstandorte, Hemmnisse in der st\u00e4dtebaulichen und wirtschaftlichen Regionalentwicklung, verminderte Lebensqualit\u00e4t und Beeintr\u00e4chtigung in der Versorgungsqualit\u00e4t der lokalen Bev\u00f6lkerung.<br \/>\nDie gewonnenen Erfahrungen zeigen auch, dass die Wiederherstellung eines \u201eurspr\u00fcnglichen Zustandes\u201c trotz kostenintensiver technischer Ma\u00dfnahmen nicht immer machbar ist. Ein Schwerpunkt in der Vereinsarbeit k\u00f6nnte z.B. die Frage des mehr oder minder gro\u00dfen &#8222;Restrisikos&#8220; in Abh\u00e4ngigkeit von der geplanten Nachnutzung sein. Es wurden bereits in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern &#8222;risiko-bezogene\u201c L\u00f6sungsstrategien f\u00fcr die Behandlung von Altlasten entwickelt (z.B. zur Definition von Sanierungszielen) entwickelt. Derartige L\u00f6sungsmodelle, die Aspekte der derzeitigen und zuk\u00fcnftigen Nutzung eines kontaminierten Standortes einbeziehen, erfordern eine sinnvolle Integration der zu treffenden Ma\u00dfnahmen in regionale Raumplanungskonzepte (unter Ber\u00fccksichtigung der Auswirkungen auf die Funktion lokaler Boden- und Grundwasserk\u00f6rper).<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 131%;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 131%; font-family: Arial;\">Ziele des \u00f6sterreichischen &#8222;Altlastenvereins&#8220;<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 14pt; line-height: 131%;\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 131%; font-family: Arial;\">Der Altlastenverein soll den politischen Entscheidungstr\u00e4gern als Kompetenzzentrum dienen und Ansprechpartner f\u00fcr Fragestellungen auf dem Gebiet der Altlastensanierung sein. Ein vorrangiges Ziel des Vereins ist die Bewusstseinsbildung der \u00d6ffentlichkeit und der politischen Entscheidungstr\u00e4ger f\u00fcr integrative L\u00f6sungen eines aktiven Resourcen-managements sein. Auf Grundlage bisher erzielter Erfahrungen und aktueller Entwicklungen im In- und Ausland (siehe oben)\u00a0werden \u00f6kologisch und \u00f6konomisch sinnvolle Strategien f\u00fcr \u00d6sterreich diskutiert, entwickelt und deren praktische Umsetzung gef\u00f6rdert, um einen nachhaltigen Schutz \u00f6sterreichischer Boden- und Wasserressourcen vor sch\u00e4dlichen Einfl\u00fcssen kontaminierter Fl\u00e4chen sicherzustellen. &#8222;Nachsorgendes Ressourcenmanagement&#8220; (in Erg\u00e4nzung zum &#8222;vorsorgenden Schutzprinzip&#8220;) soll in den Konzepten zum Boden- und (Grund-)Wasserschutze und der Raumplanung weitestgehend Ber\u00fccksichtigung finden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 14pt; line-height: 131%;\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 131%; font-family: Arial;\">Der \u201eAltlastenverein\u201c bietet den mit der Thematik befassten Experten aus verschiedensten Disziplinen und Interessensbereichen eine Plattform des Erfahrungsaustausches und der Zusammenarbeit zwischen \u201eAltlastenbesitzern\u201c und Experten. Dem Expertenkreis geh\u00f6ren Beh\u00f6rdenvertreter aus Bund, L\u00e4ndern und Gemeinden, sowie Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie an, die in den Fachbereichen Altlastenmanagement, Abfallwirtschaft, Boden- und Grundwasserschutz und Raumplanung in \u00d6sterreich t\u00e4tig sind.<br \/>\nDer wissenschaftliche Input in die Vereinsarbeit soll auf breiter Basis erfolgen, so\u00a0flie\u00dfen u.a. auch die Ergebnisse des Projektverbundes \u201eINTERLAND\u201c ein. Das Expertengremium des Altlastenvereins f\u00f6rdert die praktische Umsetzung der erarbeiteten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Dar\u00fcber hinaus\u00a0st\u00e4rkt der Verein die derzeit relativ \u00fcberschaubare \u00f6sterreichische Forschungslandschaft und f\u00f6rdert neben einer gezielten \u00d6ffentlichkeitsarbeit auch Aus- und Fortbildung auf dem Fachgebiet.<br \/>\nDie Behandlung tiefer gehender Fragestellungen im Sinne von Forschungsvorhaben ist innerhalb des Vereins aufgrund dessen Finanzierungsstruktur nicht aus eigener Kraft m\u00f6glich. Es ist jedoch w\u00fcnschenswert, dass die sich aus der Vereinsaktivit\u00e4t ergebenden Fragestellungen aufgegriffen und in Form von Projekten verwirklicht werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 14pt; line-height: 131%;\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 131%; font-family: Arial;\">In die Vereinsarbeit flie\u00dfen aktuelle Entwicklungen\/Erkenntnisse auf internationaler, vor allem europ\u00e4ischer Ebene ein (Common Forum, CARACAS, CLARINET, CABERNET, NATO\/CCMS, Ad Hoc Group, ALM 2010, etc.). Der Altlastenverein kooperiert mit dem<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 131%; font-family: Arial;\">Deutschen &#8222;Ingenieurtechnischen Verband Altlasten&#8220; (ITVA); in \u00d6sterreich mit dem \u00d6sterreichischen Wasser- und Abfallverband (\u00d6WAV),<br \/>\ndem \u00d6sterreichischen Normungsinstitut (\u00d6NI),<br \/>\nder \u00d6sterreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft (\u00d6BG),<br \/>\nder Bundeswirtschaftskammer (BWK),<br \/>\nund m\u00f6glichen Raumplanungsvereinen.<br \/>\nUm wesentliche Vereinsziele zu erreichen w\u00e4re es zu diskutieren, ein &#8222;Informations-Zentrum&#8220; f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit bereitzustellen, welches Auskunft \u00fcber m\u00f6gliche technische L\u00f6sungen, Anbieter, F\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten, und internationale Erkenntnisse im techn.\/wissensch. Bereich erteilt. Damit im engen Zusammenhang stehen die Ausbildungsaktivit\u00e4ten des Vereins, die in Kooperation der Mitgliedsinstitutionen organisiert werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 131%; font-family: Arial;\">\u00a0<\/span>[print-me title=&#8220;Seite ausdrucken&#8220;]\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verein wurde auf Initiative f\u00fchrender Experten aus dem Bereich der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Verwaltung ins Leben gerufen. 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