Die Förderinstrumente der öffentlichen Hand sind sehr vielfältig. Sie lassen sich im ersten Überblick folgendermaßen untergliedern:

Eigentum Kommune:

Finanzierung der Investition / Revitalisierung aus dem Haushalt der Kommune

Finanzierung der Investition / Revitalisierung aus dem Haushalt der Kommune mit Zuschüssen des Landes und/oder des Bundes

Finanzierung der Investition / Revitalisierung aus dem Haushalt der Kommune und Kommunaldarlehen u.ä.

Diese Finanzierungsvarianten kommen immer dann in Betracht, wenn die Kommune der Eigentümer der Brachfläche ist und eine eigenwirtschaftliche Revitalisierung nicht möglich ist, bzw. durch die Beseitigung von Altlasten die Voraussetzung für eine Rückführung der Brachfläche in den Immobilienmarkt geschaffen werden muss. Analoge Finanzierungskonstellationen gelten für Brachflächen, deren Eigentümer der Bund oder die Bundesländer sind.

 

Privateigentum:

Sind die Flächen in privatem Eigentum oder die eigenwirtschaftliche Revitalisierung ist aufgrund der Lage und des Zustandes der Fläche sowie der ökonomischen Rahmenbedingungen in der Region bei Inanspruchnahme öffentlicher Förderung möglich, kann ein Investor folgende Fördermittel der öffentlichen Hand in Anspruch nehmen:

– Zuschüsse von Bund, Ländern, Gemeinden und aus EU Programmen

– Zinsverbilligte Darlehen der Förderbanken der Bundesländer

– Steuerliche Vergünstigungen (z.B. durch Sonderabschreibungen)

– Investitionszulagen

– Öffentliche Bürgschaften für Darlehen (z.B. bei ungeklärten Eigentumsfragen)

Die Fördermittel der öffentlichen Hand sind an zumeist zeitlich begrenzte Programme mit zum Teil sehr eng abgegrenzten Fördergegenstand gebunden. Die Inanspruchnahme mehrerer Förderprogramme ist nicht immer möglich. Umfassende und aktuelle Kenntnisse der Förderprogramme sind deshalb für die Entwicklung und finanzielle Realisierung eines Nutzungskonzeptes für Brachflächen unumgänglich.

 

 

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Finanzierungsmodelle